Eine alltägliche Situation:

Du teilst den Kindern während der Stunde Instrumente aus. Was passiert?

Natürlich schüttelt jedes Kind direkt nach Erhalt des Instrumentes drauf los. Bereits nach Sekunden verstehst Du Dein eigenes Wort nicht mehr – Dein Blutdruck schnellt in die Höhe und Du hast das Gefühl, nicht mehr Herr der Lage zu sein.
Kein Grund, nervös zu werden.

Eigentlich wolltest Du ihnen noch eine Spielanweisung mit auf den Weg geben – das geht jetzt so ziemlich gänzlich unter, da die vielen durcheinander gespielten Instrumente einfach zu laut sind.

Oft quieken die Kinder vor Begeisterung auch noch dabei, stehen sogar auf und springen während des Instrumentenschüttelns durch den Raum. In der Regel bleibt es natürlich nicht bei einem Kind, da sich meistens noch zwei, drei Mitspringer, Instrumentenschüttler- und Quieker mit Begeisterung zusammenfinden.

Wie bekommst du nun die Kinder dazu, dir zuzuhören, ohne, dass du dir die Stimmbänder verreißt und auch noch durch die Gegend brüllst?

Nun gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Die einen eignen sich schlechter, die anderen vielleicht besser 🙂

Die schlechte Variante 1:

Du schreist sowas wie: „Eeeeeey – das ist viel zu laut, hört jetzt alle mal auf zu spielen und hört mir zu!!!
Was passiert? Entweder hat Dich kein Kind gehört oder sie erschrecken vor Dir weil Du sie angebrüllt hast.

Die Lösung – Variante 2:

Du schaust Dir kurz in Ruhe an, was die Nachwuchsmusiker so machen und machst einfach mit, ohne auch nur ein Wort zu sagen.

In der Regel ist es das Spielen auf den ausgeteilten Instrumenten. Nimm Blickkontakt zu allen Kindern in der Gruppe auf und mach einen positiven Gesichtsausdruck (Augen weit aufreißen, mitlachen, mitspringen oder was Dir gerade einfällt), das die Kinder motiviert, dir nachzuahmen. (Kinder sind Nachahmer)

Schon nach kurzer Zeit des Spielens wirst Du merken, dass Du die volle Aufmerksamkeit der Kinder hast, sich vielleicht sogar schon ein einheitliches Metrum eingestellt hat.

Nun reiße einfach beide Arme hoch in die Luft.

Die Kinder ahmen Dir nach und schon ist Ruhe im Raum und Du kannst nun den Kindern die Spielanweisung ruhig und ohne Schreierei erklären.

Probiere es aus – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird es Dir gelingen – das hat bei mir noch immer funktioniert 😉

In dem nachfolgend verlinkten Beitrag kannst du sehen, wie es gemacht wird:

http://www.musikalischefrueherziehung-online.de/tip-und-top-am-glockenspiel

 

Dinge, über die Du Dir bewusst sein solltest, wenn Du mit Kindern in diesem Alter mit Instrumenten arbeitest:

Bleibe immer locker und ruhig, auch wenn es laut wird. Es ist in einer Musikstunde mit Kindern diesen Alters vorprogrammiert, dass es wild, chaotisch, durcheinander und laut wird.

Es ist nämlich sogar Ziel und sehr erwünscht, dass Instrumente gespielt werden – nur eben nicht alles wahllos durcheinander.

Du solltest immer daran denken, dass die Kinder das als pure Freude empfinden, alle Instrumente direkt auszuprobieren. Drücke einmal Erwachsenen Menschen ein Schüttelinstrument in die Hand und achte darauf, was passiert. Auch dieser Erwachsene schüttelt ohne Rücksicht auf Verluste direkt drauf los, obwohl auch er noch keinerlei Spielanleitung von Dir bekommen hat. Wie soll denn ein Kleinkind sich da beherrschen?

Mit der richtigen Vorgehensweise haben sowohl die Kinder im Unterricht Spaß als auch Du als Gruppenleiter oder Elternteil zu Hause.

Die Kinder lernen so auf Dich zu schauen, Dir zuzuhören, Disziplin, und korrektes Spielen der Instrumente nach Anweisung.

Genauso, wie ein Musiker in einem Orchester 🙂

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