Musikalische Früherziehung Material –

Welche Grundausstattung an Instrumenten brauche ich?

Musikalische Früherziehung setzt auf ganz unterschiedliches Material, im übertragenen und im wörtlichen Sinne. Denn den verschiedenen didaktischen Konzepten, die durch verschiedene Übungen umgesetzt werden, lernen Kinder spielerisch ganz unterschiedliche Dinge über Noten, Rhythmus, den Klang verschiedener Instrumente und Stimmungen in der Musik. Dabei ist es hilfreich, wenn man über genügend Unterrichtsmaterialien im Sinne pädagogischer Konzepte verfügt, die man so einsetzen kann, dass ein bestimmtes Lernziel mit einer genau dafür geeigneten Übung besonders effektiv erlernt wird. Deshalb nutze ich eine Vielzahl unterschiedlicher Ideen und Herangehensweisen, um den Stoff rüber zu bringen und die Lernziele zu erreichen. Dabei variiert die geeignetste Methode sogar von Kind zu Kind, da nicht alle Kinder auf gleiche Weise lernen.

Um den Kindern die Unterschiede im Klang von Instrumenten erfahrbar zu machen, nutze ich natürlich auch Instrumente, die aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sind, womit wir der wörtlichen Bedeutung der Unterrichtsmaterialien angelangt wären. So unterscheidet die musikalische Früherziehung drei Materialkategorien bei den Orff’schen Instrumenten:

  1. Metallinstrumente
  2. Fellinstrumente
  3. Holzinstrumente

Metallinstrumente

Metallinstrumente klingen im Anschlag oft hart, perkussiv, haben eine schnelle Ansprache und der Ton erklingt für einen längeren Zeitraum, da die Schwingung im Metall nicht besonders stark gedämpft wird. Daher spricht man hier von sogenannten „Langklingern“.

Beispiele für Langklinger, die ich in meinem Unterricht verwende, sind:

  • Triangel
  • Becken
  • Fingercymbel
  • Cymbel
  • Glockenspielplättchen (Glockenspiele bestellen wir am Anfang des Musikschuljahres für jedes Kind, das dann auch sein Eigentum ist. So hat es zu Hause die Möglichkeit, zu üben oder sogar ein klitzekleines Konzertchen z.B. am Geburtstag oder an Weihnachten vorzutragen)
  • Wa-wa-Tube
  • Klangbausteine

Fellinstrumente

Fellinstrumente sind plump ausgedrückt Trommeln. Ihre Ansprache ist auch direkt, jedoch gibt das Fell etwas nach, so dass eine weichere Ansprache und damit ein basslastigerer Ton entsteht als bei Metallinstrumenten, welche sehr höhenbetont klingen. Jedoch ist die Schwingung des Fells stärker gedämpft als die Schwingung in einem Metallkörper, so dass die Töne der Fellinstrumente kürzer erklingen. Dort gilt: je größer der Radius des Fells, desto länger kann der Ton klingen (Pauke lang, Bongo kurz).

Beispiele sind hier:

  • Handtrommel
  • Bongos
  • Djembe
  • Pauke

Holzinstrumente

Die Schwingung im Holz ist stärker gedämpft als im Metall, was laut Erkenntnissen aus der Festkörperphysik wohl etwas mit der geringeren freien Weglänge der Phononen im Holz zu tun hat, die als Quasiteilchen der Gitterschwingungen der Atome im Festkörper fungieren. So etwas lassen wir aber im Unterricht für musikalische Früherziehung meistens lieber weg und nutzen statt dessen die Instrumente für Rhythmusübungen. Die unten aufgeführten Claves sind z.B. zwei klingende Holzstäbchen, die aneinander geschlagen werden können. Um sie zum Klingen zu bringen, formt man  dabei mit der Hand einen Resonanzkörper – Aahh, schon wieder Physik – aber so ist es nun mal mit der Musik. Vielleicht werden musikalische Kinder daher auch in der Schule besser…

  • Claves
  • Holzblocktrommeln
  • Cajon (Zuckerrohrkiste, die fast ein ganzes Schlagzeug ersetzen kann)

Sonstige Instrumente

Instrumente, die ich je nach Unterrichtsgestaltung zum Ausprobieren immer mal wieder mitbringe oder anschauen gehe, damit die Kinder möglichst viele Eindrücke bekommen können, sind:

  • Boomwhackers (Plastikröhren mit gestimmten Tönen)
  • Klavier
  • Schellenbändchen / Glockenarmbänder
  • Gitarre
  • Mandoline
  • Violine
  • Akkordeon
  • Querflöte
  • Piccoloflöte
  • Klarinette
  • Trompete
  • Posaune
  • Horn
  • Euphonium / Bariton
  • Tuba
  • Drumset
  • Marschbecken
  • Bongos
  • Wind Chimes
  • Temple Blocks
  • alle gängigen Rhythmusinstrumente, die im Musikverein verwendet werden
  • Gong
  • dicke Marschtrommel

Nutze jede Gelegenheit, den Kindern eine große Instrumentenauswahl zur Verfügung zu stellen.

Auf meinem Programmplan steht auch einmal jährlich der Besuch der Kirchenorgel. Dafür wendest Du Dich am besten an das örtliche Pfarramt, oder rufst den Organisten an und vereinbarst einen Termin mit ihm oder ihr. Die Organisten sind meistens nett und freuen sich, wenn sie den Jungmusikern ihre „Königin der Instrumente“ vorstellen dürfen. Dieser Besuch ist nicht nur ein Highlight für die Kinder – nein – viele Eltern waren einer Kirchenorgel noch nie so nah. Ich kann davon ein Liedchen singen, denn ich spiele selbst Orgel 🙂

In meiner Startanleitung „Was lernt mein Kind durch musikalische Früherziehung?“, die Du dir rechts in der Seitenleiste herunterladen kannst, gebe ich Dir neben dem Überblick über den Verlauf der Ausbildung und der Lerninhalte eine genaue Liste mit Links zur Bestellung der Instrumente auf Amazon und Fotos der einzelnen Instrumente (oder ähnlichen). Diese Liste erspart Dir viel Zeit beim Suchen geeigneter Instrumente und stellt eine von mir empfohlene Auswahl dar, die sich in meinen Kursen seit Jahren als praktisch und preiswert bewährt hat. In sogenannten „Sets“ sind oft nicht die passenden Instrumente enthalten, also muss noch mal nachgekauft werden, oder die Qualität ist unzureichend. Mit der in der pdf vorgestellten Liste ist man besonders gut gerüstet und kommt im Vergleich meist günstiger hin. Lass uns am besten gleich loslegen.

Viel Spaß beim Erkunden der Instrumente

Heidi

Startanleitung herunterladen

Hier bekommst Du meine Startanleitung "Was lernt mein Kind durch musikalische Früherziehung?" als PDF Datei. Wenn Du mir Deine E-Mail Adresse anvertraust, werde ich Dir wöchentlich oder in größeren Abständen hilfreiche Tipps zur musikalischen Früherziehung zusenden, die Du zuhause mit Deinem Kind umsetzen kannst. Du kannst Dich jederzeit dazu entscheiden, keine E-Mails mehr von mir zu erhalten, wenn Du z.B. das Gefühl hast, dass Dir meine Inhalte keinen Mehrwert bieten.

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